Photovoltaik Speicher

 

Warum sollte man sich einen Photovoltaik Speicher zulegen?

  • Umweltschutz
  • Inflationsschutz angesichts steigender Energiepreise (Absicherung gegen Preissteigerungen)
  • Unabhängigkeit vom öffentlichen Stromnetz
  • Rentables Investment durch staatliche Förderung

Von 2005 bis ca. 2011 erlebte man einen richtigen Photovoltaik-Boom, begünstigt durch die sehr lukrative staatliche Förderung von Photovoltaik-Anlagen. Im Grunde konnte sich jeder staatlich gefördert eine Photovoltaik-Anlage auf sein Dach bauen lassen und dadurch selbst zum Stromerzeuger werden, der den Strom ins öffentliche Netz einspeißt und vom Staat eine Förderung erhält. Mit dem Wegbrechen dieser Förderung für die Einspeißung des selbst erzeugten Stroms sank die Rendite solcher Anlagen auf ein Minimum und der Boom war gebrochen. Nur noch wenige überzeugte Verbraucher bauten sich noch Anlagen auf ihr Dach – mittlerweile aber eher wegen dem Thema Umweltschutz als wegen der finanziellen Rendite.

Eine Förderung gab es anschließend für Verbraucher, welche den Strom selbst speicherten. Da die Speichergeräte entwicklungstechnische aber noch in den Kinderschuhen steckten, rechneten sich diese System lange Zeit finanziell nicht. Das hat sich nun geändert, da die Entwicklungskosten immer geringer werden.

2015 gilt daher als das Jahr, in dem sich eine Investition in eine PV-Anlage mit Speicher erstmals auch als finanzielle Investition lohnt.

Inhaltsverzeichnis

Rentiert sich die Anschaffung eines Photovoltaik Speichers finanziell?

Laut einer Umfrage des Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) aus dem Jahr 2012 besteht in Deutschland ein gesteigertes Interesse an Photovoltaik-Stromspeicher Anlagen. Bereits jeder Zweite plant sich in Zukunft eine private Photovoltaikanlage (PV-Anlage) mit Speicher zuzulegen. Lohnt sich das Speichern von Strom wirklich? Ab wann lohnt sich also der Eigenverbrauch des Solarstroms?

Zunächst ist entscheidend, ob bereits eine PV-Anlage besteht oder nicht. Früher galt es mit Solarstrom möglichst viel des privat erzeugten Strom ins Netz einzuspeisen. Da die dafür gezahlte Einspeisevergütung noch deutlich über dem Haushaltsstrom lag, war das ein lohnendes Geschäft. Heute hingegen lohnt sich oftmals der Photovoltaik Eigenverbrauch.

Bei Anlagen die 2010 oder früher in Betrieb genommen wurden, liegt die Vergütungspauschale bei 30 Cent / kWh. Damit lohnt sich die Investition in eine Speicher Anlage schon aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht.

Etwas anderes ist es bei Anlagen, die zwischen dem 01.01.2009 und 31.03.2012 installiert wurden. Hier wird für den selbst erzeugten Strom nicht mehr ganz so großzügig vergütet. Dabei erfolgt die Eigenverbrauchsvergütung gestaffelt. Wer unter 30 Prozent verbraucht, bekommt nur eine geringe Vergütung. Liegt der Eigenverbrauchsanteil über 30 Prozent, wird entsprechend mehr bezahlt.

In diesem Fall kann ein Speichern des Solarstrom durch aus sinnvoll sein. Im Internet gibt es Solarspeicher Rechner, über die Verbrauchswerte ermittelt werden können. Allerdings empfiehlt sich vor der Anschaffung eines Solarstromspeichers einen autorisierten Solarteur zu fragen.

Bei PV-Anlagen die seit April 2012 Solarstrom produzieren wird nur noch eine Einspeisevergütung von weniger als 20 Cent / kWh ausgezahlt. Damit liegen die Einnahmen für den privat erzeugten Strom unter dem Preis für den normalen Haushaltsstrom. Ein Speicher für Solarenergie ist hier sicherlich sowohl ökologisch, als auch ökonomisch lohnend.

Seit 2013 liegt die Vergütung sogar nur noch bei 16 Cent /kWh. Daher sollte jeder, der sich eine PV-Anlage zulegen möchte, direkt eine entsprechende Speichereinheit mit in die Planung einbeziehen. Bei bestimmten Anlagen ist ein Eigenverbrauchsanteil von 100 Prozent möglich. Einer autarken Versorgung mit Solarspeicherstrom ist demnach, bei geeigneter Planung und Auslegung der Photovoltaikanlage mit Speicherelement durch einen kompetenten Solateur, machbar.

Die automatische Speicher- Steuerung ermittelt den jeweiligen benötigten Haushaltsstrom und speichert den zuviel erzeugten Solarstrom in der Photovoltaik-Speicher-Anlage. Ist der Speicher voll, wird der überschüssige Strom ins Netz eingespeist und entprechend vergütet. Wird mehr Strom benötigt, als im Speicher zur Verfügung steht, erfolgt die Energieversorgung über den Netzstrom.

Solarstromspeicher Preise – Was kostet ein Speichersystem?

Ein Solarenergiespeicher kostet für ein Einfamilienhaus zwischen 6.000 Euro und 15.000 Euro. Seit Mai 2013 besteht die Möglichkeit eine Förderung für die Anschaffung einer Photovoltaikanlage mit Speicher zu beantragen.

Allerdings sollte man hier nicht nur den absoluten Preis für einen PV-Speicher betrachten, sondern – so wie man Photovoltaikanlagen-Preise auch pro erzeugter KW/h festlegt – den Preis pro gespeicherter Kilowattstunde.

Diesen Preis wird Ihnen Ihr Solarteuer oder Elektriker bei einem seriösen Angebot im Normalfall ausweisen. Aktuell muss man hier als Kunde in etwa mit einem Preis von ca. 25-27 Cent pro kWh für eine Komplettlösung, sprich PV-Anlage, Stromspeicher und Installation rechnen.

Im folgenden Interview erklärt Dr. Andreas Grutsch, dass Endverbraucher im Schnitt aktuell schon 30 Cent pro Kilowattstunde für Ihren Strom bezahlen. Eine Photovoltaik-Anlage mit Stromspeicher wirft also in den meisten Fällen jetzt schon Gewinn ab. Wobei hier der Tipp gilt: Je kleiner, desto rentabler. Schließlich wird dann der höchste Anteil am erzeugten Strom selbst verbraucht und nicht ins Stromnetz eingespeißt.

 

Wie funktioniert ein Photovoltaik-Speicher?

Elemente eines Solarstromspeichers und deren Aufgaben

Photovoltaik Speicher sind dazu in der Lage, die über eine Solaranlage erzeugte elektrische Energie zu speichern. Das zentrale Element eines solchen Speichers ist der Akkumulator, der üblicherweise über eine Kapazität von einigen Kilowattstunden verfügt. Neben dem Akku bedarf es dann noch einer Steuerungseinheit, mit der das Speicherverhalten geregelt wird. Erbringt die Photovoltaikanlage beispielsweise zur Mittagszeit oder generell bei direkter Sonneneinstrahlung eine hohe Leistung, die den Energiebedarf übersteigt, kann ein Teil davon zum Aufladen des Akkus verwendet werden. Verhält es sich zu einem späteren Zeitpunkt, wie zum Beispiel in den Abendstunden, dann umgekehrt, kann die so gespeicherte Energie dem Akku wieder entnommen werden.

Prinzip eines Photovoltaik Speichers

Bei einem Photovoltaik Speicher handelt es sich in der Regel um dezentrale Anlagen, welche beispielsweise direkt an die Kollektoren auf dem Hausdach gekoppelt sind und sich ganz in der Nähe, also meist auch im selben Haus befinden. Das schließt jedoch nicht aus, dass dezentrale Anlagen an das öffentliche Stromnetz gekoppelt sein können. Auch werden Solaranlagen an zentrale Speicher angeschlossen, was vor allem im Hinblick auf die Kosten von Vorteil ist. Das ist bei Inselanlagen der Fall, bei denen mehrere PV-Anlagen einen zentralen Speicher versorgen.

Hinter dem Einsatz von Solarspeichern lässt sich eine Strategie erkennen, die darauf abzielt, möglichst große Mengen des gewonnenen Stroms in den Eigenverbrauch fließen zu lassen. Auf diesem Wege ist es nämlich möglich, Kraftwerkskapazitäten und Stromnetze zu entlasten. Das gilt natürlich in erster Linie für den Einsatz dezentraler Speicher. Die Entlastung lässt sich durch die sogenannte netzdienliche Betriebsführung erzielen, deren Aufgabe darin besteht, Spitzen bei der Erzeugung zu kappen.

Wichtige Merkmale und Leistungsdaten bei einem Photovoltaik Speicher

Kapazität des Speichers: Diese wird in Kilowattstunden (kWh) angegeben, wobei hier die maximale Entladetiefe mit berücksichtigt werden sollte, mit deren Hilfe die Batterie vor einer Tiefentladung geschützt werden soll.

Zyklenwirkungsgrad: Damit wird angegeben, wie viel Prozent der gespeicherten Energie wieder entnommen werden kann. Dabei sollte stets der Wirkungsgrad des kompletten Systems Berücksichtigung finden.

Maximale Leistung: Im Hinblick auf Lade- und Entladevorgänge ist die Leistung des Akkus begrenzt. Hierbei ist die von Herstellern meist angegebene C-Rate von Relevanz. Eine Rate von 2C gibt zum Beispiel an, dass pro Stunde die zweifache Kapazität entnommen werden kann. Die gesamte im Akku gespeicherte Energie lässt sich also innerhalb einer halben Stunde nutzen. Ein 2C-Speicher mit 6 Kilowattstunden könnte demnach für eine halbe Stunde 12 KW an Leistung liefern.

Die Vorteile beim Photovoltaik Speicher

Grundsätzlich stehen Besitzer einer Photovoltaikanlage vor dem Problem, nur einen vergleichsweise geringen Teil der erzeugten Energie auch selber nutzen zu können. Gerade in der Mittagszeit, in der die Anlage besonders viel Strom erzeugt, ist der Verbrauch in vielen Fällen am niedrigsten. Der dabei entstehende überschüssige Strom wird in das öffentliche Stromnetz eingespeist und nach Maßgaben des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) vergütet. Durch Einsatz eines Solarspeichers ist es hier also möglich, eine zeitliche Überbrückung zu schaffen, mit deren Hilfe sich der mittags gewonnene Strom auch abends oder nachts nutzen lässt. Infolgedessen steigt der Eigenverbrauch in dem Maße, wie Energie gespeichert statt eingespeist wird. Daraus ergibt sich ein in erster Linie finanzieller Vorteil, der sich aus der Differenz von Bezugspreis und Einspeisevergütung berechnet.

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